Mittwoch, 5. Oktober 2011

Veganes Leben und Gebratenes Gemüse mit Trauben und Mangold – ein Gastpost von Kräutertopf/Wisdom

Immer nur dasselbe ist doch langweilig, habe ich mir gedacht. Bestimmte Dinge kommen bei mir sehr oft, andere dafür gar nicht auf den Tisch. Mich stört der Verzicht auf Rosenkohl, Kürbis, Obst in herzhaften Gerichten etc. zwar ganz und gar nicht (eher im Gegenteil), aber vielleicht ja meine Leser. Und außerdem gibt es so viele Leute, die toll kochen und backen können, dass es doch schade wäre, blog-technisch (in der Küche ja eher weniger) immer nur sein eigenes Süppchen zu kochen. Ich habe mir daher vorgenommen, in den kommenden Wochen immer mal jemand anders zu fragen, ob sie/er bereit wäre, auf twoodledrum "zu Gast" zu sein. Den Anfang macht Kraeutertopf, aus gutem Grund: Ohne sie gäbe es diesen Blog nicht, denn ohne sie wäre ich gar nicht vegan. Mit ihren Rezepten und guten Ratschlägen hat sie mich neugierig gemacht und mir über die schwierige Anfangszeit hinweggeholfen. Danke dafür, ebenso wie für den Gastpost!

Die liebe CH hat bei mir angefragt, ob ich denn eventuell einen Gastpost für ihren Food-Blog schreiben könnte. Dieser Anfrage komme ich sehr gerne nach, es ehrt mich sehr, dass ich etwas zu diesem tollen Blog beitragen darf. Auch wurde ich darum gebeten, zu erwähnen, dass sie durch meine Rezepte und Berichte zum Veganismus gekommen ist und ihn heute so praktiziert. Ob durch mich, oder viele andere Leute die im Tierrechts- oder Ernährungsbereich aktiv sind – egal wie – es ist schön, wenn Menschen den Weg zum Veganismus finden. Natürlich freut es mich besonders, wenn ich dabei mitwirken darf und ein Stück dazu beitragen kann. So verschieden wie die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre Wege, die sie zum Veganismus leiten. Die meisten wählen den Weg über den Vegetarismus, irgendwann merken sie, dass damit aber immer noch Tierleid verbunden ist, und gehen aus ethischen Gründen zur pflanzlichen Ernährung über. Andere stellen direkt von omnivor auf die vegane Ernährung um, wieder andere entscheiden sich aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen für die rein pflanzliche Ernährung.

Ich für mich praktiziere es so, dass ich versuche, interessierten Menschen Fakten und vor allem gute Rezepte mit auf den Weg zu geben. In über sieben Jahren als Veganerin und davor weiteren sieben vegetarischen Jahren kann man so einiges an Erfahrungswerten sammeln. Wie oft ist am Anfang ein Rezept in die Hose gegangen und wie oft war ich verzweifelt, wenn der Kuchen absolut nicht nach Kuchen aussah, sondern nach einer undefinierbaren Gummimasse. Ich hätte damals wohl auch viele Tricks und Tipps nötig gehabt, aber zu dieser Zeit war Veganismus einfach noch so wenig verbreitet, dass es schon ein Glück war, im Bioladen eine Sorte Sojamilch zu bekommen. Heute bieten Supermärkte ein großes Sortiment an, die Bioläden spezialisieren sich immer mehr und sind sortimentsmäßig schon mehr als zur Hälfte vegan. Veganismus wird immer mehr zum Mainstream, das Bild vom Öko, der/die jeden Mittag Körnerbrei kocht ist schon lange nicht mehr aktuell. Vegan zu leben ist normal geworden, aber um es nicht schön zu reden – es gibt natürlich nach wie vor Schwierigkeiten im Alltag, an denen wir arbeiten, dass es sie so in Zukunft nicht mehr geben wird. Egal ob es das Essensangebot in Restaurants oder Mensen ist, die Produktentwicklung von rein pflanzlichen Ersatzprodukten, das Angebot an Rezepten, die Hilfestellung für Menschen die von omnivor oder vegetarisch auf vegan umstellen – es gibt viel Arbeit, aber auch viele engagierte Menschen, die weltweit für eine leidfreie Ernährung eintreten und für eine bessere Welt kämpfen.

In diesem Sinne möchte ich die veganen Rezepte aus dem Suppentopf empfehlen, in den viele Menschen tolle, rein pflanzliche Rezepte einstellen und so die Leute animieren, tierleidfrei zu kochen. Schon vor einigen Jahren habe auch ich begonnen dort Rezepte einzustellen. Seit fast einem Jahr wandern die Rezepte von dort in die Rezeptdatenbank der Veganen Gesellschaft Österreich – die Interessensvertretung für Veganismus in Österreich. Die VGÖ ist sehr aktiv und veranstaltet quer durch Österreich und Deutschland vegane Sommerfeste, die Veganmanias, betreibt sehr viel Aufklärungsarbeit und mehr. Neben der VGÖ bin ich auch noch für den Verein gegen Tierfabriken aktiv – weil Tierrechtsarbeit und Ernährungsaufklärung Hand in Hand gehen.

Zum Abschluss gibt es noch ein Rezept. Das Original stammt aus der Zeitschrift Schrot&Korn – ich habe es zum ersten Mal nachgekocht – und für sehr lecker befunden. Lasst es Euch schmecken.

Liebe Grüße von Daniela (Kraeutertopf/Wisdom)


Gebratenes Gemüse mit Trauben und Mangold

Zutaten (für zwei Personen):
500 gr Hokkaido-Kürbisfleisch
1 Stange Lauch
300 gr Mangold (oder Blattspinat)
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
100 ml Gemüsebrühe
2 El Senf
100 ml Sojasahne
2 El Olivenöl
200 gr Trauben
Salz, Pfeffer
1 El Sesamsaat, geröstet

Kürbis in 1,5 cm dicke Spalten schneiden. Lauch längs halbieren und in Ringe schneiden. Mangold putzen und grob hacken. Knoblauch und Zwiebel fein hacken. Brühe mit Senf und Sahne verrühren. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Kürbis von beiden Seiten zwei Minuten braten. Mangold, Brühemischung und Weintrauben zugeben. Aufkochen und drei Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Mit Sesam bestreut servieren.

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